Stefan Niklas
14.4.19

Die Galenik der LAGUBO Pastille

Erfindergeist in Pastillenform

Nach dem ersten Weltkrieg suchte der Inhaber der Kronen- Apotheke Bad Reichenhalls nach einer Möglichkeit, das flüchtige Latschenkiefernöl zu binden und so auch für unterwegs jederzeit verfügbar zu machen.

Vom Senegal nach Bad Reichenhall

Gummi arabicum, das Harz der Senegal Akazie, bot ihm den Vorteil, das flüchtige Öl gemeinsam mit hydrophilen Arzneistoffen und Pflanzenextrakten in eine Pastille einzuarbeiten. Solche Trochisci bzw. Pastillen finden sich bereits in den Arzneibüchern des späten Mittelalters. Später entstanden daraus die ersten Fertigarzneimittel. Die Polysaccharide des Gummi arabicums bilden eine Hydrokolloidstruktur und umfangen netzartig die unterschiedlichen Inhaltsstoffe. Genau hier liegt auch der essentielle Unterschied zu einem simplen, hartgekochten Bonbon aus Zucker, das das kostbare Öl nicht dauerhaft binden könnte.

Langsames Freisetzen der Öle

Beim Lutschen der LAGUBO Pastillen werden die hochwertigen Inhaltsstoffe anders als bei einem Bonbon langsam freigesetzt. Das ätherische Öl gelangt so in die Atemluft und in die Bronchien, die festen Bestandteile bleiben mit den Polysacchariden länger wohltuend im Mund und auf den Schleimhäuten.